Verbrauchertipps

Was bringt eigentlich Ökostrom?

Aktiver Klimaschutz bedeutet in erster Linie die Verringerung von CO2-Emissionen. Mit der Entscheidung für Ökostrom setzen Sie ein klares Zeichen für eine klimafreundliche Energieversorgung, frei von CO2-Emissionen und radioaktiven Abfällen. Mithilfe des CO2-Rechners des Umweltbundesbundesamts können Sie schnell und einfach ermitteln, welche Maßnahmen Ihren CO2-Fußabdruck verringern. So spart ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt in Deutschland mit der Entscheidung für Ökostrom mehr als 90 Prozent CO2 ein: Von 0,42 Tonnen sinken die CO2-Emissionen auf 0,03 Tonnen. Vorausgesetzt natürlich, Sie entscheiden sich für echten Ökostrom.

Was ist „echter Ökostrom“?

Die Bezeichnung Ökostrom oder Grünstrom ist leider nicht eindeutig geregelt oder rechtlich geschützt. Als Verbraucher erkennen Sie nicht unbedingt auf den ersten Blick, was sich dahinter verbirgt. Wenn Sie sichergehen möchten, dass es sich um einen echten Ökostromanbieter handelt, können Sie sich an folgenden Kriterien orientieren:

  • Der Stromanbieter fördert aktiv den Ausbau der Erneuerbaren Energien und
  • ist unabhängig von den großen Stromkonzernen, die weiterhin fossile Energieträger oder Atomkraftwerke zur Energiegewinnung nutzen oder betreiben.

Darüber hinaus helfen Ihnen verschiedene Ökostrom-Zertifikate und Grünstrom-Label bei der Suche nach einem seriösen Anbieter.

Was sagen die verschiedenen Ökostrom-Zertifikate aus?

Die Zertifikate, Gütesiegel oder Grünstrom-Label geben Auskunft über die Herkunft des Stroms und dienen somit als Nachweis, woher der Ökostrom stammt und aus welchen Erzeugungsarten er zusammengesetzt ist. Etliche bewerten zusätzlich die Qualität des gehandelten Stroms, hier fließen weitere Kriterien den Anbieter betreffend ein. Wichtig zu wissen: Selbsterzeugter und -verbrauchter Strom, beispielsweise Solarstrom aus der eigenen PV-Anlage, wird nicht zertifiziert. Für den Verbraucher sind Herkunft und Qualität des Stroms in diesem Fall zweifelsfrei geklärt.

Worauf soll ich beim Vergleich von Ökostromtarifen achten?

Treibt der Anbieter die Energiewende aktiv voran? Investiert er in den Ausbau regenerativer Erzeugungsanlagen? Ist ein überzeugter Ökostromanbieter oder bietet er auch konventionellen Strom an? Diese Fragen helfen bei der Entscheidung für den richtigen Stromanbieter. Achten Sie darüber hinaus auf die Zertifizierung der Stromprodukte durch ein unabhängiges Prüfsiegel, wie beispielsweise das TÜV NORD-Zertifikat. Echte Ökostromtarife sind meist ein bisschen teurer als vergleichbare Graustromtarife, weil sie einen Teil der Einnahmen in den Ausbau der Erneuerbaren Energien investieren und somit einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten. Verglichen mit den meisten Grundversorgungstarifen der ortsansässigen Stromanbieter sind sie jedoch oft günstiger, als Sie vielleicht denken.

Welche Ökostrom-Zertifikate und Grünstrom-Label gibt es?

„OK Power“

Auch das „OK Power“-Label verlangt, dass der Strom aus erneuerbaren Energiequellen stammt und die Energiewende aktiv vorangetrieben wird. Der Stromanbieter darf zudem nicht an Kohle- oder Atomkraftwerken beteiligt sein.

„Grüner Strom Label“

Das „Grüner Strom“-Label verlangt ebenfalls, dass der Zubau der Erneuerbaren Energien aktiv unterstützt wird: Über einen festen Betrag je Kilowattstunde Strom, der in Ökostromprojekte fließt. Eine Beteiligung des Ökostromlieferanten an Atom- oder Kohlekraftwerken wird ebenfalls ausgeschlossen.

TÜV SÜD

Beim TÜV SÜD-Siegel gibt es ebenfalls zwei Varianten: Entweder stammen 30 Prozent der Strommenge aus neu errichteten Ökostromanlagen (Produkt EE01) oder der Erzeuger produziert zu jeder Viertelstunde soviel Ökostrom, dass er diesen zeitgleich zum Verbrauch durch den Endkunden ins Netz einspeisen kann (Produkt EE02). Preisaufschläge auf diesen vom TÜV geprüften Ökostrom müssen in den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien investiert werden.

Herkunftsnachweisregister (HKNR)

Seit 2013 können Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen ihren Ökostrom beim Umweltbundesamt im Herkunftsnachweisregister (HKNR) registrieren, wenn sie ihn direkt verkaufen möchten, anstatt ihn über die EEG-Umlage zu finanzieren. Dafür erhält der Ökostrom-Produzent HKNR-Zertifikate, die er dem Käufer mitliefern muss, um die Herkunft des Stroms zweifelsfrei nachzuweisen. Eine sogenannte „Doppelvermarktung“, also der getrennte Verkauf des Ökostroms und der Zertifikate, wird somit ausgeschlossen. Die Administration der Herkunftsnachweise erfolgt auch bei den Ökostromtarifen von Q CELLS entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen und Vorgaben grundsätzlich immer über das Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamtes und wird zusätzlich vom TÜV Nord überwacht. 

TÜV NORD

Der TÜV NORD vergibt sein Siegel nur, wenn eine Doppelvermarktung ausgeschlossen ist, der Strom also nicht bereits über die Einspeisevergütung oder die Marktprämie gemäß EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) vergütet wurde und somit bereits verkauft ist. Außerdem muss gewährleistet sein, dass mindestens 33 Prozent des Stroms aus Neuanlagen stammen, die nicht älter als sechs Jahre sind. Alternativ muss der Anbieter 0,25 Cent von jeder verkauften kWh Ökostrom nachweislich in den Zubau weiterer Erneuerbarer-Energien-Anlagen investieren. Das finden wir überzeugend und bieten Ihnen mit unseren Q.ENERGY-Tarifen ausschließlich TÜV-geprüften Ökostrom.